Die Interaktion mit Deinem Publikum macht nicht nur einen Unterschied, wie positiv dieses auf dich reagiert und wie aktiv Deine Zuschauer dir folgen können. Interaktion hängt auch stark mit der Retention zusammen, d.h. wie gut dich dein Publikum an Deine Inhalte und Kernbotschaften erinnern kann.

Gerade letzte Woche nach einem Impulsreferat kam eine Zuschauerin auf mich zu und sprach mich an: „Warum soll ich mein Publikum involvieren? Da verliere ich nur die Kontrolle und dann werden Fragen gestellt, die ich nicht beantworten kann.“
Ich bat die Zuschauerin, die Gegenperspektive einzunehmen und sich die Frage zu stellen: „Was schätze ich persönlich daran, wenn ich im Publikum sitze und das Publikum involviert wird?“.

Sinnvolle Interaktion schafft Retention

Gerade an langen Konferenztagen und bei Vorträgen, welche länger sind als beispielsweise ein 20-minütiges Impulsreferat, fällt es vielen von uns schwer, aufmerksam und motiviert zu bleiben, wenn wir nur zuhören können, also passiv bleiben müssen.

Jegliche Interaktion soll sinnvoll sein!

Jegliche sinnvolle Interaktion und Aktivierung ist hier willkommen. Du hast richtig gelesen: Jegliche SINNVOLLE Interaktion. Billige Witze zu erzählen und so sein Publikum vermeintlich aufzulockern, bringt zwar Peinlichkeit, aber keine Lockerheit in den Raum und macht inhaltlich für Deinen Vortrag oder Deine Präsentation keinen Sinn. Auch, sollte ich mir jegliche Kommentare über das Publikum ersparen wie dies Frau Z’graggen gestern lernen musste.

Interaktion schaffen heisst zu wissen, welche Möglichkeiten Du hast, aus diesen sinnvoll auszuwählen, einen Rahmen und Regeln für diese Interaktion zu schaffen und dies IMMER mit einem inhaltlichen Nutzen für dein Publikum zu verbinden und Deine Kernbotschaft zu stärken. Wir die Frage zu ausufernd, zu persönlich oder ist sie nicht relevant – so ist es Sache des Moderators hier einzuschreiten.

Interaktion schaffen kannst Du beispielsweise in den folgenden 6 Bereichen:

  • mit Fragen
  • mit Meinungsumfragen
  • mit Hilfe von Social Media
  • in Gruppenarbeiten
  • über die Erwartungen Ihres Publikums
  • beim Zusammenfassen

Beispiel: Interaktion durch Meinungsumfragen und Statistiken

Das Publikum kann Fragen allerdings nicht nur individuell beantworten, sondern als gesamtes, im Sinne einer Meinungsumfrage: Beispielsweise können PRO/CONTRA-Fragen und Standpunkte durch Händeheben geklärt werden.
Bei komplexeren Umfragen, kannst Du dein Publikum bitten, aufzustehen. „Alle von Ihnen, die 2 oder weniger Europäische Hauptstädte besucht haben, setzen sich bitte jetzt…. Alle, die 5 oder weniger Europäische Hauptstädte besucht haben, setzen sich bitte jetzt…“ und so weiter. Nach Deiner letzten Frage stehen vermutlich nur noch so wenige Zuschauer, dass Du sogar individuell nachfragen kannst, wie viele Europäische Hauptstädte die noch stehenden Zuschauer denn schon gesehen haben oder welche davon Ihnen denn am besten gefiel.

Mit solchen Umfragen erfährst Du gleichzeitig auch noch mehr über dein Publikum und kannst immer wieder auf die Resultate Bezug nehmen. Umfragen kannst Du selbstverständlich auch mit digitalen Tools machen und hast zudem den Vorteil, dass Du Daten über Dein Publikum in deinem CRM speichern kannst. So kannst Du anschliessend Deinem Publikum auch die Präsentation als Handout senden usw. Sprich mit Charly von KMU Digitalisierung und erzeigt Dir gerne die Lösungen.

Weitere Tipps zum erfolgreichen Auftritt, dem überzeugenden Vortrag und der stimmigen Präsentation gibt es nebst spannenden Moderationstipps in unserem Blog und in unseren Seminaren.

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